Ingmar Busch pres. NYC2004

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Geld & Konto

In den USA gibt es, wie auch in Deutschland, verschiedene Konto-Typen. Üblich sind checking accounts (vergleichbar mit Girokonto) oder saving accounts (Sparkonten). Eine gute Erklärung über das Bankensystem gibt es hier.

Die ersten Informationen sollte man sich über das Internet besorgen. In New York gibt es natürlich eine Menge Banken, die ich nicht alle aufzählen möchte. Hier ein kleiner Überblick, welche Filialen ich oft in der Stadt gesehen habe.

Es lohnt sich schon die Banken zu vergleichen, denn die Unterschiede sind oftmals sehr groß. Die meisten Konten sind oberhalb einer bestimmten Summe (account balance) frei, bei anderen muss im Monat ein bestimmter Betrag auf das Konto eingehen. Weiterhin fallen unterschiedliche Gebühren, für die Benutzung der Karte an ATM's (Geldmaschinen), für das Einlösen von Checks oder für Überweisungen. Man sollte auf jeden Fall vergleichen.

Bei Eröffnung eines Kontos sollte man in jedem Fall alle Dokumente mitnehmen, die den Aufenthalt bestätigen, wie z. B. Pass, Visum, social security card, zusätzliches ID's wie Führerschein (drivers license) oder Personalausweis. Weiterhin ist meistens ein "prove of address", also ein Nachweis, dass die angegebene Adresse korrekt ist. Einige Banken wollen Rechnungen sehen, wie z. B. Telefonrechnung oder utilities (Gas, Heizung, Wasser etc). Allerdings dürfte das schwierig sein, da man diese Sachen selbst nicht bezahlt. Manchmal reicht es auch aus, eine Kopie dieser Rechnungen (bills) mitzubringen, auch wenn nur der Name des Vermieters / roommates draufsteht.  Bei Citibank genügt es eine Bestätigung vom Arbeitgeber mitzubringen, dass man sich unter den angegebenen Adresse aufhält.

Mein erster Versuch ein Bankkonto zu eröffnen war nicht so erfolgreich. Bei Chase gibt es ein Konto, das sich 'Lifeline' nennt. Bei dem Konto bezahlt man keine monatliche Gebühr und es gibt dort kein Minimum (minimum balance). Allerdings hat man hat nur 10 Transaktionen frei, danach wird eine monatliche Gebühr von 4$ fällig und man zahlt für jede Transaktion einen Dollar. Das war noch alles o.k. für mich. Dumm ist nur, dass die Bank bei internationalen Kunden eine "Einrichtungsgebühr" von 100$ haben möchte. Und das ist mir ein wenig zu viel.

Das Angebot der Greenpoint Bank hört sich eigentlich ganz gut an. Dort gibt es ein Konto ohne Mindestbetrag und Transaktionslimit, allerdings werden 50$ für die Eröffnung fällig.

Bei der North Fork Bank gibt es ein Konto für 3$ pro Monate inkl. 8 "debits", was so viel heißt wie "Geld abheben" bzw. das Konto belasten. Bei über 8 Transaktionen kostet das Konto 9$ und jede Abbuchung 0,50$.

HSBC, eine USA-weite Bank, bietet für 3$ pro Monat ein checking account (Basic Banking) mit 8 Checks/ Abbuchungen (checks/ withdraws), jede weitere Transaktion kostet 35C.

Die Citibank hat neben der Chase Bank das wohl dichteste Netz an Filialen (branches) in New York. Es gibt dort mehrere Angebote an Bankkonten, für mich kommt aber aber nur "Basic Banking" oder "EZ Banking" in Frage.
Beim BASIC BANKING gibt es keine Mindestsumme, die monatliche Gebühr beträgt nur 3$, bei 8 debits. Bei 9+ debits werden 1$ pro "Belastung" fällig - die Gebühr bei Non-Citibank ATM's beträgt 1$ pro Transaktion. 
Man muss man eine social security number besitzen, um ein Konto zu eröffnen.
Das EZ BANKING funktioniert ähnlich, allerdings gibt es dort keine Monatsgebühr, wenn der Kontostand über 1.500$ liegt. Ansonsten sind knapp 10$ pro Monat fällig. 10 checks sind frei (10+ oder ballance unter 1.500 $, dann Kosten pro check 1$).

das letzte Kapitel:
So jetzt (März) hab ich nun mein Konto. War gar nicht so einfach, denn zur Eröffnung habe 1-2 Rechnungen meines Roommates mitgenommen, die beweisen sollen, dass ich dort wohne. Tja, für die Citibankler war das nicht genug für "prove of address". Wie sollte ich wohl an die Rechnungen rankommen, wenn ich nicht dort wohne. Naja, für eine logische Argumentation war die Mitarbeiterin nicht zugänglich. Sie wollte plötzlich eine Bestätigung von meinem Arbeitgeber haben, dass ich unter der angegebenen Adresse auch wirklich wohne. Hey, das ist aber logisch. Woher soll denn mein Arbeitgeber wissen, wo ich wohne. Er bestätigt doch nur die Adresse, die ich ihm gebe. Da Cheffe auf der Sprung nach Deutschland war und ich nicht genau wusste, ob ich diese Bestätigung auch noch bekommen würde, fragte ich, wer diesen Zettel denn ausfüllen kann. "Ein anderer Mitarbeiter der Firma" wurde mir geantwortet. Nachdem ich dann sagte: "Na gut, dann kann ich mir ja die Bestätigung selber ausfüllen" hat es kurz in ihrem Gehirn gerattert und nun wusste sie, was ich mit "logischen Argumenten" meinte. Allerdings beharrte sich trotzdem auf der Bescheinigung, was natürlich kein Problem war ;-)