Ingmar Busch pres. NYC2004

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sportlich, sportlich

hier nun schon wieder ein Bericht zum Beachen in the park. Nachdem ich mir hier ein kleine Anfängerausrüstung (Billig-Netz + Ratsche) zugelegt habe, wollte ich am Samstag natürlich meine Ausrüstung ausprobieren. Die Jagd auf den Court begann früh, ich hatte mir vorgenommen und 12 auf dem Platz zu sein (wie in besten Veltener Zeiten). Das hat zwar nicht ganz geklappt, doch um 12.30 war ich immer noch der Erste mit einem Netz dort. Zu meinem Unglück haben auf dem Feld bereits ein paar ziemlich blinde Franzosen gewartet. Und die wollten unbedingt spielen, was sie mal lieber hätte sein lassen sollen. Auch gelegentliche "Allez les France" Rufe meinerseits hat leider nicht dazu beigetragen, das Spiel spannender zu machen.

Eine Stunde später kamen dann richtige Beacher, die sich doch gleich über unser Spiel bzw. mein Netz lustig gemacht hat. Aber das war auch ganz gut so, denn nachdem wir das Netz gewechselt haben sind die Franzosen wenigstens verschwunden. Dann wurde es auch bald richtig voll, zu voll für einen Court. Deswegen sind die Regeln dort auch ziemlich hart. Meist werden nur ca. 5 Teams zugelassen, d.h. man soll früh aufdribbeln (das sollte kein Problem sein). Weiterhin sollte man auch ein gewisses Level mitbringen, denn sonst darf man lange warten.
Gewinnt man ein Spiel, bleibt man auf dem Platz und spielt gegen den nächsten Gegner in der Schlange. Gewinnt man auch dieses, kommen zwei neue Mannschaften auf das Feld. Anschließend spielt man dann gegen den Gewinner von diesem Spiel. Verliert man allerdings sein Spiel, war es das erstmal für eine Weile, denn man darf sich wieder hinten anstellen.

Die ersten Spiele waren noch recht erfolgreich, mit einem gebürtigen Australier habe ich eine Zeit lang ganz gut gespielt und gewonnen. Allerdings war der Typ nicht gerade sympathisch, der er hat sich dauernd über meine Pässe beschwert. Im Laufe des Tages war er nicht der Einzige ;) Die spielen hier übrigens nach sehr strengen Regeln, Rotation beim oberen Zuspiel finden die hier gar nicht toll. Das heisst, ich muss mir hier wohl mal eine saubere Technik angewöhnen.

Ganz interessant war es am Ende des Tages. Da habe ich ein paar Spiele mit einem Paul (hurra, es gibt einen Paul, der Volleyball spielen kann!) gespielt. Der Typ ist 6"6' groß, was so viel wie knapp 2 Meter bedeutet. Die Größe allein war noch nicht mal so beeindruckend, denn springen konnte er auch noch. Jedenfalls hat er so ziemlich alles geblockt was in seine Richtung flog - die Angriff gingen über den Block ins Halbfeld. Trotzdem haben wir dann gegen das beste Team dort verloren. Naja, eigentlich hätten wir nicht verloren, doch gegen Ende des Satzes hat das gegnerische Team beschlossen, meine Pässe abzupfeifen, was besonders beim Matchball ziemlich ärgerlich ist. Der Riese hat dann auch noch ein paar verballert und das wars dann. Gibt schlimmeres. Der Tag sollte aber wohl gereicht haben, um dauerhaft mit den Leuten spielen zu können. Angeblich war das sogar das Top-Level von New York. Bald gibt bestimmt noch mehr zu diesem Thema ...

Meine Sportausrüstung ist hier jetzt komplett. Nachdem ich auf ebay einen Basketball für 5$ ersteigert habe, sind nun auch meine Inline-Skater gekommen. Bei 30$ kann man nicht nein sagen und zu meiner Überraschung sind die sogar richtig gut - jedenfalls für den Preis.