Ingmar Busch pres. NYC2004

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NYC Beach-Turnier

08-14
Durch Zufall ist mir vor ein paar Wochen ein Plakat für New York weites Beachvolleyball - Turnier aufgefallen. Und weil man ja hier nix zu tun hat, kann man doch einfach mal zwei Tage beachen gehen.

Nach 2-3 Wochen Vorbereitung im leider erst vor einigen Wochen entdeckten Riverside Park sind Simon und ich nach Far Rockaway (Queens)  gefahren, um dort die Qualifikation zu spielen. In jedem der fünf Stadtteile wurde ein Turnier gespielt, die ersten beiden Teams konnte sich für das Finale am Sonntag qualifizieren.

Ohne große Erwartungen an das Turnier und an uns selbst sind wir ziemlich früh am Strand von Far Rockaway angekommen. Das Wetter war herrlich zum Spielen, warm, ein paar Wolken und kein Wind - der Strand super präpariert.

Wir hatten uns für die Divison A entschieden, was ungefähr dem Brandenburger B-Turnier entspricht. Das war auch die richtige Entscheidung, denn die Open (ungefähr A+ Niveau) wären wahrscheinlich eine Nummer zu groß gewesen, Division B dagegen zu leicht. Die Organisation von NYC Parks war gut, die Felder besser als erwartet und eine Anmeldegebühr gab's auch nicht. Ja sogar Balljungen und -mädels waren vor Ort, so dass man ohne Pause weiterspielen durfte (musste).

In einer Gruppen mit 7 Teams haben wir uns von Anfang an gut gehalten, obwohl wir das erste Mal zusammengespielt haben und die letzten Monate auch nicht wirklich viel Spielpraxis hatten. Leider wurde Sideout-Zählweise gezählt, was die Spiele doch etwas unvorhersehbarer machte. Spaß gemacht hat es trotzdem, vor allem als wir merkten, dass wir ganz gut drauf sind.

Von der 7 Mannschaften waren 6 halbwegs konkurrenzfähig - richtig knapp wurde es am Ende jedoch nie.

Einfach böse gucken und schon gewinnt man. Naja, so einfach war es nicht. Allerdings konnte man mit guten Aufschlägen schon sehr viel erreichen, da alle Teams in der Annahme Probleme hatten. Wir natürlich nicht ;-)

An den blöden AVP-Ball haben wir uns dann auch irgendwann gewöhnt und am Ende waren wir dann plötzlich Erster, hurra. Also offiziell Stadtteil- oder Bezirksmeister von Queens würde ich sagen!

Und so sehen die Gewinner aus:

und das war das "kleine Present" für den Einzug ins Finale am Sonntag, für das es sich schon mal gelohnt hat, früh aufzustehen ...

08-15
Etwas gerädert durch mangelnden Fitnesszustand ging's dann am nächsten Tag weiter in Coney Island. Nachdem die Ausläufer vom Hurrikan "Charlie" am Morgen noch für etwas Regen gesorgt hat, durften wir mit zwei Stunden Verspätung ran. Die Rahmenbedingungen war wieder ideal, Tribüne, Ballholer, Verpflegung for free.

Die Spiele hatte es an diesem Tag in sich, da wir immer hin gegen die Besten von New York antreten durften. Gleich im ersten Spiel wurden wir vom Bronx-Meister und späteren Finalteilnehmer plattgemacht.

Und der Zwerg hier hat mich bestimmt nicht nur einmal geblockt. Viel schlimmer war der andere (hat nicht auf's Foto gepasst, weil zu groß). Null Chance beim Block - der hat die Bälle ins Feld gezimmert wie er wollte. Da kann man schon mal knapp 15:4 verlieren. Wenigstens kann man bei der Zählweise behaupten, die vier Punkte wirklich erkämpft zu haben.

Nach einem lockeren Spiel (15:4) kam der vermeintlich härteste Gegner und größte Konkurrent für Weiterkommen. Zwei Russen, die nicht gerade Schwiegermutter's Liebling waren, machten es uns nicht leicht. Das Spiel war eines der besten Spiele, trotz Rückstand hat es Richtung Spaß gemacht, weil wir uns beide nix geschenkt haben. Nach 1:7 Führung waren sich die Russen allerdings schon zu sicher, das Spiel in der Tasche zu haben.

Dank ein paar guter Aufschläge waren wir plötzlich wieder dran und nach ewigen Hin- und Her beim 13:13 haben wir uns die erste Führung im Spiel erarbeitet - die hat dann auch gereicht. Die Verlierer waren natürlich etwas angefressen und auch ihre Gesten nach dem Spiel machte sie nicht sympathischer. Trotzdem, hat Spaß gemacht wie schon seit langem nicht mehr.

Im letzten Spiel ging es für uns um Platz Zwei in der Gruppe, was das Halbfinale bedeutete. Diesmal lief es genau andersherum. Mit eigentlich perfektem Spiel und ziemlich coolen Blocks gingen wir halbwegs locker mit 11:4 in Führung. Dumerweise haben wir diesmal nachgelassen (oder die anderen sind besser geworden), so dass es beim 14:14 nochmal spannend wurde. Am Ende sind wir mit 16:14 noch einmal mit einem "blauen Auge" davongekommen.

Das Halbfinale war nun schon das dritte Spiel in Folge und ich war ziemlich platt. Der Gegner (hurra, wieder Russen) gingen locker mit 7:0 in Führung. Wieder sind wir auf 9:11 herangekommen - doch das war's dann. Konzentration, Kraft, alles Weg. Und der Gegner war eigentlich nicht so toll, normalerweise hätten wir mithalten können. Wieso die anschließend auch noch das Finale gewonnen haben, weiß niemand so genau.

Jedenfalls hat es mal wieder Spaß gemacht, ein paar Stunden im Sand zu stehen. Ohne viel Spielpraxis und wenig Training haben wir uns ziemlich gut gehalten. Ein Dritter bzw. Vierter Platz (wurde nicht ausgespielt aber gegen die hätten wir gewonnen) ist auch nicht schlecht. Und wer denkt, ich komm fett zurück und kann nicht mehr spielen, der täuscht sich gewaltig ;-)