Ingmar Busch pres. NYC2004

Sie sind hier: Startseite > Tagebuch > Februar > Party Weekend

Party Weekend

Am letzten Wochenende des Tour-Daseins musste ich nochmal das Nightlife in NY richtig austesten.

Los ging es mit Paul van Dyk im Roxy, einer der größten Läden hier. Eintrittspreis von ca. 35$ im Vorverkauf!


Ich hatte das Glück, mal wieder umsonst reinzukommen (special thanks to Jens), so dachte ich zumindest. Als erstes wird hier im die ID (Personalausweis) geprüft und das richtig! Ein deutscher Perso ist immer sehr exotisch und wir gern genauer angeschaut. Irgendwann sind wir dann auch zur guest list vorgedrungen. Dummerweise stand da nichts von Ingmar Busch und die Dame wurde leicht gereizt, als ich ein bißchen rumdiskutiert habe. Das muss für sie schon ziemlich lustig gewesen sein, wie ich versucht habe mein Anliegen mit meinem (noch stark) begrenzten Vokabular zu verklickern. Also war es erstmal nichts mit der guest list! So leicht wollte ich natürlich nicht aufgeben, also hab ich die security angesprochen. Die wollten mich auch nicht mit dem Manager oder anderen wichtigen Leuten sprechen lassen. Also war von denen auch nicht wirklich viel zu erwarten, sondern nur so kluge Sprüche wie: "if your name is not on the list you are not on the list" und "clear the area". Also 40$ für Tickets von irgendwelchen Typen wollte ich jedenfalls nicht ausgeben und die Tickets waren sowieso dann auch bald ausverkauft.

Irgendwann kam dann doch zufällig der Manager vor die Tür und, welch ein Wunder, er kannte meinen Namen! Also nichts wie rein ...

Die Stimmung war schon gewaltig. Allerdings kann ich schlecht einschätzen, wie viele Leute drin waren, bestimmt  aber mehr als 2000!




Zum Anfang kam ich mir vor wie beim Fußball, als die "crowd" immer nur "Paaaauuuuul vaaaaan Dyyyyyke" (man beachte das e am Ende, denn Dyk gesprochen wie Dühk bekommen sie hier nicht auf die Reihe). Auch waren ziemlich viel Asiaten am Start, einige davon ganz schön "hard on drugs". Obwohl die Kontrollen ziemlich streng waren, müssen doch einige Leute irgendwelches Zeug reinbekommen haben. Auch wurde ich bestimmt fünf Mal angequatscht, ob ich was haben möchte oder was habe - keine Ahnung, war ja laut. Allerdings wurde mir berichtet, dass hier ziemlich viele Zivilkontrollen durchgeführt werden, so dass ich nicht wirklich einschätzen konnte, wer davon "echt" war und wer nicht.

Auch kam ich mir etwas wie in einer Touri-Disko vor, obwohl das Set von pvd schon ziemlich cool war. Naja, die ganzen Songs aus dem Album hört man in Deutschland. Dort legt er aber nur selten sechs Stunden am Stück auf. Gänsehaut-Feeling wollte aber erst so gegen Ende aufkommen, da wurde es glücklicherweise auch etwas leerer.




Dummerweise durfte man auch keine Bilder machen und leider wurde mir die Kamera am Eingang abgenommen. Die strikten Kontrollen erwiesen sich jedoch als ziemlich „stupid“, da man die Kamera an der Klamottenausgabe wieder zurückbekommen hat. Ich also hin und mir die Kamera (ohne meine Klamotten) geholt. Naja, die Idee hatten wohl einige …

Übrigens ist es in den USA, oder zumindest in New York, ziemlich leicht mit Leuten ins Gespräch zu bekommen. Das wird nicht gleich als „Anmache“ gesehen und ist also nicht weiter schlimm. Ich hab an dem Abend bestimmt mit 6-8 verschiedenen Nationen gesprochen.

Gegen 6.30 hat der Paul dann genug gehabt, was auch die meisten Leute zum Gehen veranlasst hat. Glücklicherweise fährt mein geliebter Bus M14 direkt gegenüber dem Roxy in der 18. Straße los und 20 Minuten später war ich schon „zu Hause“.


Alle Bilder von pvd @ roxy gibt es hier.

02-28 Ferry Corsten @ Avalon

Eigentlich war ich Samstagabend noch ziemlich müde vom Vortag bzw. von der Vornacht, doch Ferry Corsten wollte ich schon immer mal erleben.

 

 

In Deutschland war das bisher (bis auf einmal in München) nicht möglich, also warum dann hier verpassen. Der Eintritt war mit 20$ noch fast günstig. Die 20$ bezahlt auf der "reduced guest list". Man kann sich im Internet unter clubplanet.com für diese Art der Gästeliste anmelden und dadurch spart man ein paar Dollar gegenüber der Abendkasse. Der Publikum war etwas anders als am Vortag, älter, besser gekleidet. Das Avalon ist auch nicht irgendein Club, sondern zurzeit wohl ganz gut angesagt in der Dance/ Trance/ House Szene. Früher hieß der Laden Limelight und war relativ bekannt. Allein schon die location ist ein Besuch wert, denn eigentlich geht man in eine Kirche. Ok, ein paar Tausend Watt lassen schnell vergessen, dass man in einer Kirche ist. Allerdings sind mir im Inneren auch ein Licht wenn nicht sogar mehrere (Laser-) Lichter aufgegangen. Ein ganz witziges Phänomen ist hier zu beobachten, dass mein uns vor ein paar Jahren und jetzt vielleicht noch bei den Kiddies beliebt ist – die Neonlichter. Das sind die Teile, die man eigentlich zum Fischen benutzt. Wenn man sie knickt, bekommt man so ein schönes blaues, grünes, gelbes oder auch oranges Licht. Hier fuchteln ziemlich viele Leute mit den Dingern rum. Besonders beliebt bei den Asiaten: viele von diesen Neonlichtern an eine Schnur binden und im Kreis damit rumwedeln, wie so eine Art Kata Die Leute stellen sich also auf die Tanzfläche, schwingen ihre Neonlichter-Strippen und wechseln sich alle paar Minuten ab. Im Dunkeln sieht das gar nicht mal so schlecht aus …

 

Also Ferry Corsten war auf jeden Fall ein Besuch des Avalon wert, das ging schon ziemlich ab. Allerdings war es auch so voll, dass man sich nur am Rand bzw. in der zweiten Etage halbwegs frei bewegen konnte.

Also, was die Versorgung an elektronischer Tanzmusik angeht, wird es hier bestimmt nicht langweilig werden. In der nächsten Zeit haben sich Mauro Picotto, Armin van Buuren, Carl Cox, Dave Seaman, Judge Jules, Sasha, John Digweed und noch einige andere angesagt. Und hier wird nicht nur diese Richtung bedient. In kleineren Clubs findet man alles von Hip Hop über Jazz bis zu südamerikanischer Musik.

>> alle Bilder von Ferry