Ingmar Busch pres. NYC2004

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USS Intrepid & Soccer

Wenn man schon mal den Citypass hat, dann kann man eigentlich auch das Intrepid Sea & Air Museum besuchen, dass sich am Hudson River (12 Ave, 46 Street) befindet.

Hier ist 'ne ganze Menge Kriegsgerät ausgestellt, von Kampfflugzeugen über Hubschrauber, bis hin zu einem U-Boot. Das ist nun nicht jedermann's Sache, doch eigentlich ist das Museum ganz interessant. Ich glaube, der Reiz an dem Museum ist die besondere Lage am Hudson River, mit einer schönen Aussicht auf die Stadt. Außerdem hat man nicht oft die Möglichkeit, einen Flugzeugträger zu besichtigen. Ok, die USS Intrepid ist schon etwas alt (2.Weltkrieg u. Vietnam), aber immerhin.

In der Haupthalle, im Inneren des Flugzeugträgers stehen diverse kleinere Hubschrauber und ältere Flugzeuge rum. Weiterhin gibt es Terminals mit Informationen über Streitkräfte, die Entwicklung von U-Booten, Raumflüge, einfach alles. Für Armee-Freak eigentlich ein muss. Naja, die Betrachtungsweise ist nicht wirklich kritisch, so fehlen da 'ne ganze Menge Hintergrundinformationen zum Zweiten Weltkrieg (Warum wurden denn die ganzen Bomben abgeschmissen, obwohl der Krieg schon gewonnen war?), zum Vietnamkrieg, vom Irakkrieg gar nicht zu reden. Diese mehr oder weniger großen Krisen wurden nur erwähnt, wenn über den Einsatz des Kriegsgerätes berichtet wird oder die Helden der Nation dargestellt werden. Zur Atombombe habe ich auch nichts gefunden. Hätte mich aber auch nicht gewundert, wenn da sowas wie "defensive Waffe zur Verteidigung des Landes" gestanden hätte.

Interessant sind auch die Infos über die Marines: z. B."mobile und mit viel Feuerkraft ausgestattete Truppe, die überall auf der Welt eingreifen kann, um den Frieden und die demokratischen Grundsätze zu sichern" (so, oder so ähnlich) oder auch "Sie wollen nicht kämpfen, doch wenn sie müssen, dann wissen sie, wie es geht". Naja, man kann sich auch was einreden. Natürlich darf eine gewissen Portion Patriotismus nicht fehlen ...

Gleich am Eingang befindet sich eine Ausstellung zum 11. September mit authentischen Überbleibseln des WTC sowie einer Menge Bilder, Videos und Informationen. Mehr zu 9/11 (nine-eleven) werde ich hier berichten, denn mit diesem schrecklichen Ereignis wird man fast überall in der Stadt konfrontiert.

Auf dem Oberdeck des Flugzeugträgers standen die größeren Flugzeuge rum. Von dort hat man eine ganze gute Sicht auf Midtown sowie auf den Hudson River. Eine F16 oder die ältere Version den Tarnkappen-Jägers (stealth fighter) sieht aus der Nähe immer interessant aus. Die F16 mit dem schönen runden "Vorderteil" finde ich sogar niedlich ;)

    

Aus der Sicht des Kapitäns sieht NY so aus ...

Weiterhin gibt's noch die Concorde zu bestaunen, die nebenan auf einem Ponton festgemacht ist.

Zum Schluß hab ich dann noch eine Führung durch ein älteres U-Bahn mitgemacht - ganz schon eng dort. Bevor die Führung losgeht, werden die Touris in einem Warteraum gesammelt. Am Eingang zum Warteraum befindet sich eine Art Wand mit einem Loch, durch das jeder durchkriechen muss. So wird geprüft, ob man im U-Boot eventuell Probleme bekommt. Ich hätte nicht gedacht, dass hier irgendwelche Leute nicht durchkommen. Leider war hin und wieder das Gegenteil der Fall.. Und ich hatte auch das Glück, einen Typen zu beobachten, wie er dort nicht durchpasst ;) Naja, das Klischee mit den teils doch ganz schön massiv gebauten Leuten stimmt hier schon. Allerdings ist es kein Problem - das wird hier eher toleriert als in Europa und niemand lästert darüber.

Stuttgart - Chelsea

Nach der "Museum-Tour" bin ich wieder in die ESPN-Zone (siehe auch hier) gegangen, um mir das Champions-League-Spiel anzuschauen. Wenn hier schon einmal Soccer übertragen wird, muss man die Gelegenheit einfach nutzen. Dort habe ich mir auch ein typisch amerikanisches Essen (zumindest in einer sports bar) gegönnt - Cheesy Fries. Das waren mit Käse überbackene Pommes + Dip, allerdings in einer Größe, die man kaum schaffen kann. Wenn's sein muss kann ich ja ziemlich viel verdrücken und gerade auch, wenn das Essen 10$ kostet. Aber die Portion habe ich einfach nicht geschafft. Allerdings muss ich sagen, dass es doch ganz gut geschmeckt hat.

Ansonsten versuche ich mich hier nicht nur von junk food zu ernähren, was aber gar nicht so leicht ist. Gutes Essen ist teuer - McDonnalds & Burger King findet man dagegen an fast jeder Ecke. Chinatown ist jedoch immer eine gute Alternative, sowohl was das Essen angeht, als auch den Preis.