Ingmar Busch pres. NYC2004

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Erlebnis Supermarkt

Einkaufen ist hier echt eine Sache für sich und immer wieder ein Erlebnis. Lebensmittel sind hier richtig teuer, was aber wohl an Manhattan liegt. Auch dachte ich, dass die Amis alles in Mega-Packungen kaufen und dann auf Vorrat zu Hause bunkern. Aber auch das ist wohl eher ein inländisches Phänomen, denn hier hat niemand Platz, um zehn Packungen Cornflakes in der Küche zu stapeln. Und die Leute, die hier den Platz haben, die gehen wahrscheinlich nicht selber einkaufen.

Jedenfalls wird man im Supermarkt von der Angebotsvielfalt erschlagen. Fast jedes Produkt gibt's es in mehreren Größen und von mindestens fünf verschiedenen Herstellern. Allein das "Cornflakes - Regal" - mein Lieblingsregal - nimmt einen ganzen Gang für sich ein. Was dort alles rumsteht, ist wirklich nicht zu glauben. Die Sorten kann man schlecht schätzen, aber 50 verschiedene Packungen sind es bestimmt. Bei Gelegenheit werde ich mal unauffällig ein Foto schießen. Allerdings finde ich die Preise ab 4$ für die Marken recht hoch, weshalb ich immer bei meiner Supermarkt-Marke "Frosted Flakes" für 2.65 plus Tax bleibe.

Die NY-Tax ist hier das nächste Problem, da nie der Endpreis angegeben wird. Die "normale" Steuer ist meiner Meinung schon enthalten, doch am Ende kann man immer nochmal 10% hinzurechnen.

Diese Woche hab ich mich das erste Mal ertappt, mich wie ein Einheimischer durch den Supermarkt zu bewegen. Intensiv die Werbung (liegt immer am Eingang rum) lesend habe ich die ganzen Sonderangebot abgeklappert. Das mit den Sonderangeboten ist wirklich eine Supersache, denn die Preise variieren hier ganz schön. Joghurt bekommt man meist so für um die 70-90C, 4 oder 5 kosten dann als special offer 2$, was man durchaus als Schnäppchen bezeichnen kann. Dummerweise macht das hier jeder so und deshalb kommt es schon mal zu Engpässen, unglaublich! So habe ich mich gestern gefreut, endlich mal ein günstigen Honig (3$) gefunden zu haben, doch dann war der schon weg. In einem Land der unbegrenzten (Un)Möglichkeiten wollte ich das nicht glauben und habe einen Mitarbeiter gefragt, der sich mich leider enttäuschen musste, sich dafür aber zehn Mal entschuldigt hat.