Ingmar Busch pres. NYC2004

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German Wunderkind

Für alle nicht so Sportbekloppte, so wird Dirk Nowitzki, der einzige deutsche Basketballspieler in der NBA genannt.

Nach meinem Besuch bei den Rangers im Madison Square Garden, wollte ich mir jetzt mal ein NBA-Spiel anschauen. So traf es sich ganz gut, dass Nowitzki mit seinem Team aus Dallas am Sonntag bei den New Jersey Nets antreten musste. Die Nets sind der große Rivale von dem in New York beheimateten Team, den NY Knicks - allerdings sind die Nets um einiges besser. Man könnte sie auch als Top-Team aus dem Osten bezeichnen. Wie der Name schon sagt, kommen die Nets aus New Jersey, d.h. ich habe zum zweiten Mal an diesem Wochenende die "große Reise" über den Hudson River angetreten. Damit war ich wahrscheinlich doppelt so oft in NJ, wie der allgemeine New Yorker im Jahresdurchschnitt Und es war nicht mal schlimm ...


Basketball ist hier, wie eigentlich jeder Sport, ein teures Vergnügen. Die Karte, hat 45$ + VVK-Gebühr gekostet. Hinzu kommen nochmal 7$ für den Bus-Shuttle von Manhattan. Der Transfer mit dem Bus vom Busbahnhof in der 42.Strasse (Port Authority) ist aber in jedem Fall anzuraten (ansonsten geht's nur per Taxi oder Auto), allein schon wegen dem Busbahnhof ;-) Da in Manhattan kein Platz für einen normalen eindimsionalen Busbahnhof ist, hat man einfach das getan, was man immer macht - nach oben bauen. Der Bahnhof ist vergleichbar mit einem riesigen Parkhaus für Busse mit über 400 Terminals. Da kann man sich schon mal verlaufen.

Die Fahrt zur Meadowland Continental Arena dauert maximal 20 Minuten, je nach Stau im Lincoln Tunnel. Die Sporthalle für ca. 20.000 Leute steht eigentlich genau in der Pampa, gleich neben dem Giants Stadium, in dem das New Yorker Football Team spielt.



Die Arena ist schon ganz schön der Hammer, gefällt mir sogar besser als der Madison Square Garden, weil man dort überall noch halbwegs gut sehen kann.


Allerdings kann man bei nicht ausverkauften Spielen ruhig die 35$ Karten kaufen und sich dann einen anderen Platz suchen. Allerdings kommt man in den unteren Bereich nur mit entsprechenden Karten rein. Ich habe mich in meinen ursprünglich gekauften Bereich gesetzt, nur 17 Reihen weiter unten. Die Sicht war super, was man an den Bildern auch unschwer erkennen kann.

Hier mein kurzer Spielbericht:
In den ersten drei Vierteln ist das Spiel eigentlich ohne große Höhepunkte dahingeplätschert, abgesehen von ein paar fetten Dunks der Nets. Die Dallas Mavericks hatten einen ganz guten Start, danach ging es dann durch die bekannt schlechte Defensive schnell bergab.


NJ nutzte die ziemlich großen Löcher für einfache Punkte und hat eigentlich im ganzen Spiel in unterschiedlicher Höhe geführt. Dirk Nowitzki hat auch nur sein Programm runtergespielt, ohne groß aufzufallen. Aber wahrscheinlich hebt er sich seine Power für die Playoffs auf.

Die Spielweise von Dallas kann man vielleicht sogar als routiniert bezeichnen, denn im lm letzten Viertel haben sie plötzlich aufgedreht und mal eben eine Führung rausgespielt. Nowitzki hat sich nun langsam eingeschossen und gerade zum Ende die wichtigen Punkte beigesteuert. Steve Nash tat Gleiches. Allerdings habe ich bei meiner etwas einseitigen Darstellung vergessen ihn im Spiel zu fotografieren, so dass ein Foto vom Warmmachen herhalten muss.


Mit zwei dummen Ballverlusten hätte Dallas am Ende ihre Führung fast noch versiebt, doch die Nets konnte beim 98:99 zweimal ihre Gelegenheit nicht nutzten. Ein Treffer hätte gereicht, doch es sollte nicht sein und so hat Dallas das knappe 101:98 durch zwei Freiwürfe über die Runden gebracht.



Ganz wichtig war natürlich wieder die Nationalhymne, die von einem jungen Mädel gesungen wurde. Das Gefühl war ähnlich wie bei den Rangers, doch diesmal hatte ich nicht nur Gänsehaut, nein, ich war sogar fast den Tränen nahe. Und ich weiß nicht mal warum, denn so toll hat die kleine gar nicht gesungen.Bei der deutschen Hymne passiert das jedenfalls nicht. Naja, bei der italienischen Hymne ist das schon einmal passiert - aber das lag eher dran, dass Schumis Mutter vorher gestorben ist. Aber das ist eine andere Geschichte ...




Zurück zum Spiel, naja eher zu den Pausen. Der Sport wäre ohne die Pausen nur halb so schön, weil dann die Cheerleader nicht rumtanzen dürften. Und die von den New Jersey Nets kann man sich schon mal anschauen ...



Und weil' so schön ist, gleich noch ein paar Fotos ...


Früher war Basketball ja mal ein körperloser Sport ;-)


Übrigens sieht man ja bei Sportübertragungen in den USA öfter lustige Zuschauer, die komische Sachen machen. Bisher dachte ich, die waren "gefaked", doch tatsächlich gibt es diese Leute. Wenn sie die Kamera einfängt, dann drehen die richtig auf. Ein Beispiel ...


Als Fazit kann man nur sagen, Basketball gucken lohnt sich auf jeden Fall - auch wenn's teuer ist. Es war jedenfalls spannender als Eishockey, obwohl das man wahrscheinlich nicht vergleichen kann.Beim Basketball kann man sich öfter freuen und wegen der Geschwindigkeit bekommt auch mehr mit. Und man erkennt die Spieler ... wenn man sie denn kennt!