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Mauro Picotto @ Avalon

Am Freitag war Mauro Picotto im Avalon zu bestaunen. Zur Information, Mauro Picotto ist kein italienischer Fußballspieler, Künstler oder Designer, sondern ein halbwegs bekannter DJ - naja, zumindest bei uns. Hier ist er so bekannt, dass die Leute mit freiem Eintritt gelockt wurden.Wie sich dann herausstellte war es dann wohl nur für Frauen vor 12 frei. Komischerweise haben sie mich umsonst reingelassen (sollte mir das zu denken geben?), ein Bekannter aus Brooklyn durfte 15 Bucks bezahlen. Tja, Glück muss man haben.

Nach drei Stunden Wartezeit, die man auf der noch nicht ganz gefüllten Tanzfläche nutzten konnte, hat Mauro Picotto dann um zwei losgelegt. Und übrigens war es das erste Mal, dass der DJ nicht mit Sprechchören begrüßt wurde. Auch wenn's ziemlich laut war - meine Ohren haben noch den ganzen Samstag gedröhnt - hat es sich doch mal wieder gelohnt.

Hier noch ein paar Anmerkungen zu den amerikanischen Bagger- und Antanzverhalten.Ist schon ziemlich krass, was sich die Kerle hier erlauben und erlauben dürfen.Da werden die Mädels ruckzuck von hinten angetanzt uns Sekunden später bewegen sich die Hände an Stellen, die ich hier nicht nennen möchte. In meinen sechs Monaten hier werde ich mir das sicherlich nicht angewöhnen, denn wenn man das in Deutschland versucht, muss man sich wahrscheinlich vor den weiblichen Knien vorsehen. Anthony (the guy from Brooklyn) hat bereits in der ersten Stunde kräftig losgelegt, doch seine Antanzversuche waren leider nicht von Erfolg gekrönt. Irgendwie erschien er mir deswegen ziemlich genervt, so dass er um kurz nach Zwei die Tanzveranstaltung verlassen hat.

Bis um 4.30 hab ich es noch ausgehalten, dann war ich müde genug, um nach Hause zu fahren. Übrigens funktioniert das New Yorker Verkehrsnetz auch in der Nacht bzw. am Morgen noch ziemlich gut, sowohl die Busse als auch die U-Bahnen fahren die ganze Nacht. Und bis auf die Ratten in der Station der 23. Straße muss man auch in der Nacht vor Nichts in der U-Bahn Angst haben. Super ist auch, dass viele Läden in der Nacht offen haben, so dass man überall ein Frühstück bekommt. Also habe ich mir in der Houston Street (kurz vor meiner Unterkunft) noch zwei Bagels gegönnt. Meine sehr durchwachsenen Russisch-Kenntnisse haben sogar noch ausgereicht, um dem Verkäufer aus Türkmenistan noch ein paar "cookies for free" abzuschwatzen. Hurra, 10 Jahre Russisch in der Schule waren doch nicht umsonst ...

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