Ingmar Busch pres. NYC2004

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Strandurlaub

New York ist laut. Fast überall. Glücklicherweise gibt es auch Ecken wie den Central Park, in dem man nicht den Verkehr oder das monotone Surren der Klimaanlagen hört. Oder man geht an den Strand. Geht man nach Coney Island oder Brighton Beach (Brooklyn) ist es mit der Ruhe nicht weit her, da es dort aufgrund der Nähe immer "crowded" ist. Allerdings kann man da lustige Leute gucken, die mit Klamotten ins Wasser gehen.

Will man ein paar bessere Strände sehen, muss man entweder nach New Jersey oder Long Island fahren. Das dauert meist länger als eine Stunde, sowohl mit der Bahn, als auch mit dem Bus. Zu dem kostet es extra.
Ein gute Alternative ist Far Rockaway in Queens, eine längliche New York vorgelagerte Insel, gleich neben dem JFK Flughafen. Das habe ich am Samstag mal ausgetestet. Man nimmt einfach den A-Train Richtung Rockaway Park oder Far Rockaway, übrigens die gleiche U-Bahn, die auch zum Flughafen fährt. Mit knapp einer Stunde (Downtown) dauert es auch gar nicht mal so lange.

Der ca 20km lange Strand ist zwischen 50 und 100 Meter breit und für New York Verhältnisse gar nicht mal so schlecht. Vielleicht nicht gerade Karibik (hab gehört, da solls schön sein) und auch nicht schlechter als Warnemünde. Den üblichen Müll, den die Leute so verstreuen, darf man natürlich nicht beachten. Der beste Abschnitt befindet sich ein paar Minuten von der U-Bahn Endstation entfernt, ungefähr bei 116 Straße. Komischerweise war er leer und das bei Supi-Wetter von mindestens 25 Grad. In der Stadt war es mit über 30 Grad kaum auszuhalten, das habe ich jedenfalls am Abend gemerkt.

Übrigens habe ich das erste Mal meine DigiCam vergessen - also hab ich ein paar Amis angequatscht. Im Zeitalter von Email ist das natürlich alles kein Problem und noch am gleichen Abend hat mir Mike die Bilder geschickt.

Von ihm habe ich auch die Erklärung bekommen, warum es so leer am Strand war. Für den allgemeinen Amerikaner gibt es ein bestimmtes Datum, nämlich der Memorial Day Ende Mai. Ab dann (und nicht eher) geht's raus aus der Stadt, wohin auch immer.

Wenn ich schon mal am Atlantik bin, musste ich natürlich auch das Wasser testen. Wenn man in den Autobahnsee, äh Bernsteinsee reingeht, kann man auch dort getrost baden. Ich fand das Wasser ggü. Hudson River und Staten Island (naja, schlechter Vergleich) sogar klar. Die Wassertemperatur lag bei geschätzten 16 Grad. War schon scheiss-kalt! Allerdings hab ich mir gesagt, dass ich auch im Mai schon in der Ostsee baden war und die hat dann auch nur 14 Grad.

Was es dort nicht gibt? Einen Beachvolleyball-Platz. 20 Kilometer und kein Platz. Naja, zwei Pfosten, an denen man notfalls ein Netz aufhängen könnte. Allerdings stehen die genau dort, wo man sich nicht unbedingt in den Sand hinschmeißen will.

Das war Strandurlaub Tag1 - am Sonntag ging's auf Staten Island weiter. Der Strand ist nicht ganz so toll, allerdings stehen dort mehr als 10 Volleyball-Felder rum.

Im Hintergrund sieht man übrigens Brooklyn, mit Coney Island und Brighton Beach auf der rechten Seite.
Natürlich hat sich wieder mal niemand zum Beachen blicken lassen. Keine Ahnung, warum dort so viele Plätze sind. Das war am Sonntag allerdings egal, denn mit ein paar Leuten wurde im Central Park von 10-12 Uhr trainiert. Das wird jetzt übrigens öfter als Trainingszeit angesetzt, denn um diese Zeit lässt sich noch niemand von den Typen dort blicken.

Also wenn schon nicht spielen auf Staten Island, dann wenigstens Forschung betreiben. Das heißt in diesem Fall Sandanalyse:

Wie man sieht, recht grobkörnig von Struktur und auch ziemlich braun. Was solls. Und wer jetzt denkt, ich fotografiere echt jeden Scheiß, der hat recht. Und deshalb schiebe ich gleich noch ein Bild hinterher: