Ingmar Busch pres. NYC2004

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::viva la Mexiko

Wenn ich schon mal in der Nähe bin, dann möchte ich auch schon mal in Mexiko vorbeischauen. Bis zur Grenze sind es vom Hostel nur knapp 30 min. Allan from Scottland, der auch schon gestern mitgekommen ist, hab ich auch wieder mit eingeladen. Zunächst musste ich allerdings meinen Visa-Status klären, denn so richtig wusste niemand Bescheid, ob nach Mexiko darf oder nicht. Eigentlich geht's es mehr um die Rückkehr, denn beim Überqueren wollte niemand was sehen. Hab nicht mal einen Stempel bekommen.

Die Problematik ist, dass mein Visum eigentlich mit dem 27.August abgelaufen ist und ich mich hier nur noch als normaler Tourist aufhalte. Das habe ich dann auch Immigrant Officer Chatfield versucht klarzumachen. Sie meinte es sei kein Problem wieder einzureisen, obwohl mir sie auch nicht wirklich sicher erschien. Was solls, ich hab das Abenteuer dann auf mich genommen und mir erstmal weiter keine Gedanken gemacht.

Los ging's dann also über die gut bewachte Grenze nach Mexiko,

in die berühmt-berüchtigte Grenzstadt Tijuana.

Kriminalität und andere Sachen, die hier nicht weiter erwähnt werden sollen. Jedenfalls sollte man nicht unbedingt allein in der Nacht durch irgendwelche Seitenstraßen abseits der Touri-Straße "Revolution" laufen.

Tagsüber ist das allerdings kein Problem, man wird nur alle paar Meter von irgendwelchen Leuten angequatscht. Von Ramsch, Restaurants, Taxis wird alles sehr offensiv angepriesen. Das beste Angebot war das von einem Typen am Eingang eines Restaurants: "If you don't wanna eat you can get my sister". Und ich glaube, das war sogar ehrlich gemeint.

Die "mexikanischste" Erfahrung war noch ein kleiner Markt, auf dem man so ziemlich jede Frucht kaufen konnte. Abgesehen davon, dass mich dort niemand verstand hat, war es dort recht interessant und die Preise waren auch verhältnismäßig günstig.

Weiter ging's dann mit typisch mexikanischen Essen zu untypisch mexikanischen Preisen im Restaurant & Club "Animal", in dem man schon mal abgefüllt wird.

Animalisch war dort tagsüber eigentlich nichts. Lustig war noch der Toilettenwächter, der von seinem Sitzplatz vollen Einblick auf die Pissrinne hatte und angeblich nur vom Trinkgeld lebt. Na dann Prost. Dann gab's noch einen Kerl, der mit eindeutigen Bewegungen in den oberen Körperregionen signalisierte, dass es in den dunklen Hinterräumen noch mehr gibt als nur Essen. Das war dann schon eher animalisch ...

Ach ja, die Einreise war einfacher als erwartet. Mein Visum wollten sie kaum sehen, war ja auch abgelaufen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der immigration officer 15 Jahre lang in Deutschland gedient hat, keine Ahnung.

Was gabs sonst noch tolles? Wieder mal ein Sonnenuntergang am Ocean Beach, wo sich ne Menge Surfer tummeln.

und ein paar schöne Wolken ...